logotype
  • image1 Mit dem Zeichenstift in Photoshop nachgezeichnete Konturen verwandeln ein Foto in eine Vektorgrafik.
  • image2 Orangenbaum in der Naehe von Soller auf Mallorca. Fotoeffekt durch Kombination verschiedener Fuelloptionen.
  • image3 Am Trafalgar Square in London. Kombination von Filtern und Einstellungsebenen.
  • image4 Am Strand von Port Pollensa auf Mallorca. Retroeffekt durch Filtertechniken und Farbvariationen.
  • image5 Biene auf Zierlauch. Effekt durch Kombination verschiedener Filter und Fuellmethoden.

Ich war ja vorgewarnt

In der aktuellen Photoshop Academy (Heft 4/12) sind ein paar Photoshop-Tricks von mir veröffentlicht worden. Die Zeitschrift ist eines von mehreren Magazinen, die der Data Becker Verlag herausbringt, verschiedene PC-, Fotografie- und Internet-Magazine gehören ebenfalls dazu.

ArtikelbildSo, wie es scheint, wird ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Inhalte aller jener Magazine von der Agentur TimeToPrint GmbH & Co. KG bereitgestellt - zumindest verstärkt sich dieser Eindruck, wenn man das Internet nach dem Namen der Agentur bzw. denen seiner redaktionellen Mitarbeiter durchforstet.
Hierbei stößt man auf verschiedene Einträge in diversen Blogs, in denen die jeweiligen Blogger davon berichten, dass sie von eben jenen Mitarbeitern der TimeToPrint GmbH & Co. KG eine Interview-Anfrage bzw. die Bitte, einen Fachartikel zu schreiben, erhalten hätten.

Das Prozedere der TimeToPrint GmbH & Co. KG scheint dabei üblicherweise immer das folgende: Der jeweilige Blogger/IT-Fachmann/Fotograf/Photoshop-Profi/sonstige Technik-Experte erhält kein Honorar für sein Interview/Fach-Artikel/Tutorial, sondern wird damit geködert, dass sein Experten-Wissen gefragt sei und die Veröffentlichung seines Interviews/Fach-Artikels/Tutorials in einem der obengenannten Magazine ja eine tolle Werbung für ihn sei.
Allerdings verkauft die TimeToPrint GmbH & Co. KG die Artikel, die sie von den Experten dann kostenlos erhält, an die jeweilige Fachredaktion weiter. Im Prinzip eine recht dreiste Geschäftspraktik, die zumindest von ein paar wenigen kontaktierten Experten auch als solche erkannt wurde: Artikel "Bedenkliche Praxis" in Markus Wägers Blog.

Nichtsdestotrotz scheint die Einschmeichelungs-Taktik bei einem Großteil der von der Agentur Kontaktierten zu funktionieren, sonst würden die besagten Fachzeitschriften ja keinen Nachschub an Fachartikeln mehr erhalten.

Auch Markus und ich wurden von der TimeToPrint GmbH & Co. KG mittels der genannten Masche kontaktiert - Markus für ein Interview in der aktuellen Foto Praxis, ich für die eingangs genannte Zeitschrift.
Aufgrund vorheriger Recherche wussten wir von der Geschäftspraxis der Agentur - und haben uns dennoch darauf eingelassen. Einfach deshalb, weil wir unserer Ansicht nach nichts zu verlieren hatten, den Aufwand für den geforderten Artikel möglichst klein gehalten haben und auf eine ausdrückliche Erwähnung unserer Tätigkeit, Homepages und Publikationen bestanden haben - damit der versprochene Werbeeffekt auch tatsächlich als solcher zu verbuchen wäre.

Letzteres war uns dann auch als sogenannte "Pflichtangaben" aller Artikel zugesagt worden.

Tatsächlich finden sich die von mir erstellten Tutorials in der aktuellen Photoshop Academy verstreut über mehrere Seiten in einem Konglomerat unter der Headline "11 neue Profitricks" wieder. Von dem versprochenen Hinweis auf meine Dozenten-Tätigkeit und unseren Publikationen fehlt jede Spur.

Auch andere Blogger hatten schon davon berichtet, dass von der TimeToPrint GmbH & Co. KG noch nicht einmal die zugesagten Angaben mit veröffentlicht wurden.

Naja, ich war ja zumindest vorgewarnt.